Dieser Winter 25/26 ist seit sehr langem mal Einer den man endlich wieder so nennen kann.

Die Festmacher sind so straff gezurrt, als sei der Pegel gestiegen. Aber nein, seit der Fluß vereiste, drückte das Eis den Rumpf peu à peu sachte nach oben. Und noch immer bewegt sich das Boot beim an Bord klettern keinen Millimeter – es braucht noch viele Tage mit Temperaturen im Plus, bis die die Ausfahrt behindernde Eisdecke von gut 15 cm aufgelöst sein wird …

Aber dann … die Vorfreude auf den ersten Törn der kommend neuen Segelsaison ist riesig!

In Gedanken und Vorstellung solch beglückender Aussicht geriet mir der folgende Textausschnitt gut zur Erinnerung, als auch zur Wieder-Vorbereitung darauf 🙂

Ein guter Segler sieht den Wind nicht, er schaut weder auf Wimpel noch auf Trimmfäden, die ohnehin nur das Zusammenspiel von tatsächlichem und Eigenwind anzeigen, nichts als Verwirbelungen, denn die Böen überdecken den Wind. Ein geübter Segler spürt den Wind im Gesicht, spürt den Wind unter der Jacke, spürt ihn an der Ruderpinne, in den Segeln, spürt ihn durch den Bootsrumpf und daran, wie der Steven das Wasser schneidet – genauso bekommen wir das Dharma nicht zu sehen, können es nicht entziffern, aber das Dharma ist es, das uns mitreißt und treibt. Die angelsächsische Propädeutik des Segelns lautet: Let the boat sail. Lass das Boot segeln. Lass dich vom Dharma leiten.“

[aus: Szczepan Twardoch, „Wale und Nachtfalter ·Tagebuch vom Leben und Reisen„]

Let the boat sail. Lass das Boot segeln

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